GASStimonials - 2001 - Stephanie (Germany)

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Im Westen nichts Neues....?!

Ich habe etwas ganz besonderes zu bieten: Western Australia. Ein Staat, der bei den meisten wohl nicht auf der Reiseroute stand. Schade eigentlich.

In unseren unwinterlichen Winterferien (Gruß an die Melbourne-Leute: durchschnittlich 20° C bei gerade mal 5 Regentagen. Wie war´s bei euch ???) fuhren meine Gastfamilie mit mir nach Monkey Mia campen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass diese Camping-Resort gute 10 Autostunden von Perth entfernt liegt. Der Highway führte mitten durchs Outback und brachte uns schließlich zu unserem ersten Stop, den Pinnacles. Die weltberühmten Steinformationen konnten wir bei anfangendem Sonnenuntergang bewundern. Man muss sich das so vorstellen: an dieser Stelle trifft das Outback genau auf das Meer und irgendwo dazwischen stehen die Pinnacles. Den richtigen Sonnenuntergang erlebten wir dann aber wieder im Outback. Während wir also das Rot genossen, stieg die Stimmung im Auto mit einer Runde “The ministers cat is a...”. Ich bin mir sicher, einige kennen dieses spannende Adjektive-Spiel...... Die Abenddämmerung rief natürlich auch Känguruhs auf den Plan. Wir konnten ja schon einige (20 ??) Hüpftierchen bewundern, die die Bekanntschaft mit 110 km/h schnell fahrenden Autos gemacht hatten. Aber uns wird sowas sicher nicht passieren. Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, hing mein Kopf auch schon fast in der Windschutzscheibe. Wie legten also eine blitzsaubere Vollbremsung im Outback hin und kamen schließlich vor einem Känguruh, das uns nur blöd anstarrte (ich bin sicher, es hat gelächelt...), zum stehen, bevor es seelenruhig wieder hüpfend verschwand.

Die erste Nacht wollten wir planmäßig in Geralton verbringen, da wir erst Nachmittags Perth verlassen hatten und so folglich nicht Monkey Mia zu zivilisierten Zeiten erreichen konnten. So kamen wir also um halb neun im stockfinsteren Geralton an. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir schließlich doch noch unseren Campingground “Belvedaire Gardens”. Kein Mensch da, nur drei weitere Zelte, alles schläft schon. Wir irrten also noch etwas auf dem Zeltplatz herum, bis schließlich ein Streifenwagen anhielt und Hilfe anbot (nicht, dass wir uns verdächtig gemacht hatten). Dank der netten Polizistin fanden wir die schon geschlossene Rezeption. Also klingelten wir die Besitzer aus dem Haus, um zu erfahren, dass die späteste Check-in-Zeit um 8 Uhr abends ist. Nett. Nach etwas betteln, durften wir aber doch noch unser Lager aufschlagen. Mittlerweile war es schon halb zehn, aber wenigstens konnten wir mit dem Zeltaufbau beginnen. Also alle Stangen und Planen aus dem Auto und erstmal sortieren. Noch eine kleine Anmerkung: niemand wusste, wie das Zelt zum Schluss aussehen sollte. Habe ich schon erwähnt, wie dunkel es war? Es war verdammt dunkel. Wir probierten also herum, schraubten, hämmerten, klopften, zogen und zerrten und siehe da, ein wunderschönes Zelt kam zum Vorschein. Wir stellen uns gar nicht so dumm an... Am nächsten morgen brachen wir unser Lager bereits um 5 Uhr (MORGENS!!!!!) schon wieder ab, um so schnell wie möglich in Monkey Mia anzukommen. Also ämmerten wir wieder etwas in den stillen Morgen. Die anderen Camper werden nie von uns erfahren. Sie hörten uns kommen und wieder gehen....

Von Geralton war es nur noch ein 5 Stunden “Katzensprung” nach Monkey Mia. Ich könnte jetzt noch explodierende Eiern, brennende Handtüchern, Zeltflüchtlinge, Schweizer, die meinen, dass sie keiner versteht (hehehehe...), von mir gefütterte Delfinen oder gar schwaz-weiß-Filme erwähnen. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

Es waren einfach drei super-schöne Monate. Wenigstens das kann jeder nachvollziehen, auch die, die nicht in Western Australia waren. ;)

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This page was last updated May 5, 2003